Malerei

Meine Arbeiten sind häufig Sequenzen zugeordnet.

 

 

 

Ursula Barwitzki folgt in einem permanenten Bildfindungsprozess ihren inneren Impulsen und korrigiert das spontan Entstandene durch bewusste malerische Eingriffe. Die stark räumlichen, übereinander gelagerten Pinsel- striche, Flecken, Kreise, Linien, Tropfspuren ziehen den Blick in die Tiefe des Bildes, initiieren ständig neue Sehbewegungen. Der Betrachter wird auf das physische Erleben der Farbe und den eigenen Seh-Akt selbst zurückgeworfen.

Sie sucht in ihrer Kunst nach den Polaritäten. Vom spannungsgeladenen Nebeneinander malerischer und zeichnerischer Elemente findet sie zur essentiellen Farbmalerei und entwickelt fast zeitgleich strenge Gitterbilder.

Das Experimentieren mit den Ausdrucksmöglichkeiten Von Farbe, Linie, Fläche und Raum führt Ursula Barwitzki schließlich zu einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf ihr Wesentliches. Mit äußerster Konsequenz verfolgt sie eine konstruktive und essentielle Malerei, die erzählerische Elemente bewusst vermeidet. Die ikonographische Frage nach dem „Warum" dieser künstlerischen Positionen lässt sich allein über das direkte visuelle Erleben der physischen Präsenz von Farbe, Linie, Fläche und Raum beantworten. Sie thematisiert damit die Struktur des Sehens selbst und fordert vom Betrachter visuelle Neugier, Zeit und die Bereitschaft, sich auf neue Seherfahrungen einzulassen und diese zu reflektieren.

Brigitte Garde